Steuer

Zahnärztliche Behandlung mit Hilfe des Fiskus: Außergewöhnliche Belastungen senken die Steuerschuld. Der Patient muss weniger Steuern zahlen (bzw. bekommt zuviel gezahlte Steuern erstattet), wenn er Krankheitskosten als "außergewöhnliche Belastungen" geltend machen kann.

Zu den steuerlich abzugsfähigen Krankheitskosten gehören zunächst die Ausgaben der Patienten, die sie für die Heilung und Linderung einer Krankheit aufwenden müssen, beispielsweise für alle konservierenden und zahnchirurgischen Maßnahmen, für Zahnersatz - auch auf Basis eines Implantates- sowie für Kieferkorrektur und Parodontose-Behandlungen.

Der Fiskus erkennt die Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastung erst ab einem bestimmten Betrag an- die sogenannte Zumutbarkeitsgrenze. Bleiben die Kosten unter dieser Grenze, sind keine Steuervergünstigungen möglich.

Die zumutbare Eigenbelastung ist davon abhängig, wie hoch die Einkünfte des Patienten sind, ob er verheiratet ist und wie viele Kinder er hat.

Die folgende Tabelle zeigt die jeweils zumutbare Belastung auf:

Zumutbare Eigenbelastung in Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte

Bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte bis 15.340 Euro von 15.341 Euro bis 51.130 Euro über 51.130 Euro
Alleinstehende 5 % 6 % 7%
Verheiratete ohne Kinder 4% 5% 6%

Verheiratete mit steuerlich zu berücksichtigenden …

Bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte bis 15.340 Euro von 15.341 Euro bis 51.130 Euro über 51.130 Euro
… ein bis zwei Kindern, für die Kindergeld oder ein Kinderfreibetrag gewährt wird 2% 3% 4%
… drei oder mehr Kindern, für die Kinder¬geld oder ein Kinderfreibetrag gewährt wird 1% 1% 2%

Ein Online-Rechner zur einkommensbezogenen Eigenbelastung unter www.zahnaerztekammer-sh.de