Fluoride

Was können wir gemeinsam dafür tun, damit die Zähne und die Zahnärzte ein Leben lang Ihrem Kind Freude machen?

Zunächst einmal müssen die Zähne der Babys bzw. Kleinkinder richtig mit Fluoriden versorgt werden, wenn sie gebaut werden. Diese Fluoridierung mit Fluoretten - meist sogenannte D-Fluoretten - übernimmt der Kinderarzt.

Sobald der erste Zahn sichtbar ist, muss die Pflege und die Zahnhärtung von außen einsetzen. Mit einer extrem weichen Babyzahnbürste bzw. einer extrem weichen Erwachsenenzahnbürste (z.B. Meridol-Zahnbürste) werden die ersten Zähnchen geputzt. Das Zahnfleisch wird dadurch massiert, das Baby gewöhnt sich daran, dass im Mund geputzt wird.

Achten Sie bitte darauf, ob bei Ihrem Kind zwischen den oberen Schneidezähnen das sogenannte Lippenbändchen stark ausgeprägt ist - ein kleiner Hautlappen, der von der Oberlippe zwischen die oberen Schneidezähne zieht. Es ist für die Kinder sehr schmerzhaft, wenn Sie diesen Hautlappen mit der Zahnbürste anratschen. Meist ist dieses Lippenbändchen dafür verantwortlich, dass Babys bei der Pflege der oberen Schneidezähne heulen.

Nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde sollte dann auch zügig mit der Zahnpflege mit Kinderzahnpasta eingesetzt werden. Die Gabe von Fluoretten ist dann nicht mehr notwendig.

Das Baby/Kleinkind wird natürlich die verabreichte Zahncreme beim Putzvorgang verschlucken - damit ist genügend Fluorid für die Zähne, die noch gebildet werden sollen vorhanden. Wichtig ist, dass man sich darüber im klaren ist, dass die Zahnpasta die Funktion eines Medikaments hat. Damit ist es immens wichtig, die richtige Dosierung der Zahnpasta einzuhalten: Bis zu einem Alter von 2 Jahren, ist eine Erbse Zahnpasta mit 500ppm (0,05%) Fluorid völlig ausreichend. In diesem Alter ist es normalerweise ausreichend, wenn man einmal pro Tag die Zähne gründlich putzt.

In Absprache mit Ihrem Kinderarzt sollten Sie dann reine Vitamin-D-Tabletten für die Rachitisvorsorge geben.

Zwischen dem 2-6 Lebensjahr wird mit zwei Erbsen Zahnpasta geputzt, die 500ppm enthält. Das heißt es wird zweimal mit einer Erbse Zahnpasta geputzt. Sollten Sie auch ein drittens mal putzen wollen, was natürlich empfehlenswert ist, dann muss einmal die Zahnpasta fluoridfrei sein. Geeignet sind dafür Xylit- oder Xylitolhaltige Zahncremes. Alternativ reduzieren Sie bitte die morgentliche Zahnpastamenge.

Ab dem 6.Lebensjahr muss auf eine Zahnpasta gewechselt werden, die zwischen 1000 und 1500ppm enthält. Denn: Jetzt kommen schon die ersten bleibenden Zähne - die Backenzähne - am Ende der Milchzahnreihe hinzu.

Auf deren Reinigung muss besonders geachtet werden muss, da in den Grübchen, auch Fissuren genannt, schnell Karies entstehen kann. In dieser Zeit ist Ihr Kind besonders auf die Unterstützung beim Zähneputzen angewiesen.

Oft ist eine Fissurenversiegelung sinnvoll, bei welcher die Grübchen mit einer Kunststoffmasse gefüllt werden und die Kariesgefahr dadurch verringert wird. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei.

Deswegen bitten wir Sie, beim Kauf einer Zahnpasta immer nach der Fluoridangabe zu suchen. Bitte klären Sie die Dringlichkeit der Dosierung auch mit Ihrem Partner ab oder z.B. mit den Großeltern, wenn die bei der Betreuung eingesetzt werden. Auch sollten ältere Geschwister nicht die Verteilung der Zahnpasta übernehmen oder die Kleinen gar sich selbst bedienen dürfen.