Wissenswertes für privat Versicherte

Auch Privatpatienten sind oft nicht mehr in dem Maße durch ihre Krankenversicherungen vor Eigenanteilen gefeit wie es früher üblich war. 

Insbesondere die Beihilfestelle hat interne Erstattungsbestimmungen erlassen, die trotz korrekter Begründungen eine Erstattung höherer Steigerungssätze (über 2,3) erschweren. Diese Einschränkungen in der Erstattung sind nicht durch die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) gedeckt, sie erfolgen willkürlich: Auch der Staat will und muss Geld sparen. Folge: Der Beihilfepatient wird im zahnmedizinischen Bereich immer mehr dem Kassenpatienten gleichgestellt.

Die private zahnärztliche Gebührenordnung (GOZ) wurde 2012 neu geordnet. Dabei wurde der Leistungsinhalt modernisiert. Leider war es den Gesetzgebern finanziell nicht möglich, die Honorierung aller Gebühren der allgemeinen Kostensteigerungen anzupasssen, die in den Praxis seit 1988 im Bereich der Mieten, Energiekosten, Mitarbeitergehälter, Umweltschutz- und Hygienemaßnahmen stattgefunden haben. So sind viele Behandlungen trotz neuer GOZ im Preis von 1988 stehengeblieben.

Private Versicherungsverträge arbeiten meist mit internen Preislisten für die Zahntechnik (sog. Sachkostenlisten), die je nach Qualität der Versicherung im Laborbereich Eigenanteile für den Versicherten erzeugen.

Daher erstellen wir vor jeder aufwendigeren Arbeit einen Kostenvoranschlag, damit unsere Patienten ihren voraussichtlichen Eigenanteil abschätzen können.

Sollte es Erstattungsschwierigkeiten mit der Beihilfestelle oder der Versicherung geben, so sind wir gerne behilflich. Oft können wir mit Gesetzesurteilen von Verwaltungs-, Landes- und Oberlandesgerichten weiterhelfen, die die Rechtmäßigkeit und Korrektheit der Berechnung belegen.