Zahnersatz made in Braunschweig

Gravierende Mängel bei Zahnersatzbehandlungen im Ausland

Eine aktuelle Studie des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) Rheinland-Pfalz zeigt: Zahnersatz, der 2006/2007 im (Nicht-EU-)Ausland eingegliedert wurde, entsprach häufig nicht den Richtlinien. Demnach wies jede dritte Versorgung teils schwere Mängel auf. Zwei Dritteln der betroffenen Patienten empfahl der MDK sogar eine vollständige Neuversorgung.

Zur Einsparung von Kosten erscheint es manchen Patienten vorteilhaft, sich im Ausland mit Zahnersatz versorgen zu lassen. Auch verschiedene Krankenkassen legen ihren Versicherten ein solches Vorgehen nahe. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) Rheinland-Pfalz hat sich nun näher mit diesem Problem befasst. Die Studie wurde jüngst von Dr. Christine Baulig in der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift Nr. 7/2008 dargestellt.

Das Ergebnis: Bei Zahnersatz, der in den Jahren 2006 bis 2007 im Nicht-EU-Ausland eingegliedert wurde, war ein Drittel der Versorgungen mit teils schweren Mängeln behaftet. Jedem fünften Patienten empfahl der Medizinische Dienst eine vollständige Neuversorgung. Darüber hinaus lag nur bei rund der Hälfe aller Versorgungen ein Heil- und Kostenplan vor, wie er in Deutschland vorgeschrieben ist. Zudem wurde in keinem der begutachteten Fälle eine Konformitätserklärung ausgestellt.